deutsch
|
english
Feministische Studien online

Aktuelles

Aktuelles Heft

Das aktuelle Heft der feministischen studien "Ökonomie jenseits des Wachstums – feministische Perspektiven auf die (Post)Wachstumsgesellschaft " ist da!
Zum Inhalt: www.feministische-studien.de/index.php

Call for Papers für Heft 1 /2019

Reproduktionstechnologien, Generativität, Verwandtschaft

Herausgeberinnen: Friederike Kuster, Katharina Liebsch

Die Reproduktionstechnologien sind auf dem Vormarsch und sie verändern das angestammte Selbstverständnis des familialen Gefüges und von Verwandtschaftsverhältnissen. Sie machen fraglich, was Väterlichkeit und Mütterlichkeit ausmacht, relativieren die Bedeutung von Leiblichkeit und Sexualität und verkomplizieren die sozialen Verhältnisse durch die reproduktionstechnischen Doppelungen von biologischer und sozialer Vater- und Mutterschaft.

Mit diesen Veränderungen wird zugleich die zentrale Konstellation familialer Sozialisation, die Triade von Vater, Mutter und Kind, deren Verinnerlichung das Grundmuster moderner Sozialität darstellt, neu konfiguriert. Aufgeworfen sind dadurch auch Fragen in Bezug auf Geschlecht und Geschlechterdifferenz, z.B. wie sich mit dem Einzug der Reproduktionstechnologien die intra- und intersubjektive Aneignung von Geschlecht und Geschlechterdifferenz verändert und inwieweit damit auch die ontogenetische und gesellschaftliche Entwicklung und Aufrechterhaltung von subjektgebundener Autonomie und Bindung dynamisiert wird.

Das geplante Themenheft will die reproduktionstechnologischen Entwicklungen und die damit verbundenen gesellschaftlich-sozialen Transformationen in ihrer Logik und Artikulationin den Blick nehmen und darauf hin diskutieren, welche Neu-Konzeptualisierung von Geschlecht und Verwandtschaft sie auch theoretisch erforderlich machen.

Den vollständigen Text des CfA finden Sie unten auf dieser Seite oder hier als pdf-download.

Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesem Schwerpunktheft zu beteiligen und bitten um Einreichung von abstracts bis zum 15.01.2018. Die ausgewählten Beiträge sollen bis zum September 2018 ausgearbeitet werden. Begutachtung und Überarbeitung der Aufsätze werden bis Februar 2019 abgeschlossen. Das Heft erscheint im Mai 2019.

Manuskripte bitte nur senden an: manuskripte@feministische-studien.de

Ausblick auf die nächsten Hefte

feministische studien 1/2018

offenes Heft mit Schwerpunkt Kritische und Feministische Theorie

feministische Studien 2/2018

Neoreaktionäre Politiken

Das Heft untersucht die Entwicklungslinien und Möglichkeitsbedingungen des gegenwärtigen Rechtsrucks. Wie funktionieren die Dynamiken der Normalisierung rechter Rhetorik? Wie verbreiten sich antidemokratische Einstellungen und werden zuöffentlich formulierbaren Ansichten? Wie etablieren sich reaktionäre Politiken?

feministische studien 1/2019

Reproduktionstechnologie, Generativität, Verwandtschaft

Sexualität und Generativität sind durch die Möglichkeiten der Reproduktionstechnologien endgültig in beide Richtungen entkoppelt.  Wie sehen die neuen Schnittstellen zwischen Familie und Markt aus, und welche Perspektiven liegen in einer sozialen Variabilität von Verwandtschaft und Verwandtschaftsstrukturen?Was bedeuten diese schließlich für die Neukonfiguration geschlechtlicher Subjekte und ihrer Begehrensstrukturen?

Newsletter

Hier können Sie in unseren email-Verteiler aufgenommen werden, um bei Erscheinen über das neue Heft der feministischen studien informiert zu werden.

 

Download aktuell

  • Das vollständige Heft 1/2016 steht auf der Seite des Verlags Degruyter zum Download zur Verfügung

Calls for Papers H.1/2019

Reproduktionstechnologien, Generativität, Verwandtschaft

Die Reproduktionstechnologien sind auf dem Vormarsch und sie verändern das angestammte Selbstverständnis des familialen Gefüges und von Verwandtschaftsverhältnissen. Sie machen fraglich, was Väterlichkeit und Mütterlichkeit ausmacht, relativieren die Bedeutung von Leiblichkeit und Sexualität und verkomplizieren die sozialen Verhältnisse durch die reproduktionstechnischen Doppelungen von biologischer und sozialer Vater- und Mutterschaft.

Mit diesen Veränderungen wird zugleich die zentrale Konstellation familialer Sozialisation, die Triade von Vater, Mutter und Kind, deren Verinnerlichung das Grundmuster moderner Sozialität darstellt, neu konfiguriert. Aufgeworfen sind dadurch auch Fragen in Bezug auf Geschlecht und Geschlechterdifferenz, z.B. wie sich mit dem Einzug der Reproduktionstechnologien die intra- und intersubjektive Aneignung von Geschlecht und Geschlechterdifferenz verändert und inwieweit damit auch die ontogenetische und gesellschaftliche Entwicklung und Aufrechterhaltung von subjektgebundener Autonomie und Bindung dynamisiert wird.

Das geplante Themenheft will die reproduktionstechnologischen Entwicklungen und die damit verbundenen gesellschaftlich-sozialen Transformationen in ihrer Logik und Artikulationin den Blick nehmen und darauf hin diskutieren, welche Neu-Konzeptualisierung von Geschlecht und Verwandtschaft sie auch theoretisch erforderlich machen. Dazu werden empirisch fundierte und/oder theoretisch ausgerichtete Beiträge zu den folgenden drei thematischen Aspekten gesucht:

1. Liberalisierung der Heteronormativität: Normalisierung der nicht-reproduktiven Formen von Sexualität und Diversifizierung von Beziehungs- und Familienformen:

-        Wie organisiert sich die mit der Gen- und Reproduktionstechnologie verbundene neue Materialisierung des traditionellen Zwiespalt von sexueller Frau und fertiler (Gebär-)Mutter?
-        Was bedeutet es, wenn Elternschaft in partieller oder völliger Unabhängigkeit von leiblicher Filiation gelebt wird?
-        Inwiefern ist das von leiblichen Bedingtheiten, Begrenztheit oder generativer Gebundenheit und von Geschlechterdimensionen befreite Individuum eine feministische Utopie ?

2.Technisierung und Kommerzialisierung von Reproduktion und die neuen Schnittstellen von Familie und Markt:

-        Wie greift die reproduktive Vertragsarbeit, z.B. Leihmutterschaft und Samenspende, in die nicht-vertragliche Ordnung der Genealogie ein?
-        Wie könn(t)en neue Justierungen des Vertrags- und Familienrechts aussehen, die beispielsweise aufgrund von Leihmutterschaft notwendig werden?
-        Welche Chancen gibt es angesichts der neuen Marktförmigkeit von Familie heute noch für die einstmalige emanzipatorische Forderung nach einer Öffnung der ökonomischen, pädagogischen und psychologischen Verhältnisse der Familie zur Gesellschaft hin?

3. Verwandtschaftsverhältnisse und symbolische Ordnung:

-        Was bedeutet es in einer der Möglichkeit nach entnaturalisierten und nicht notwendig heteronormativen Verwandtschaftsordnung die Positionen von Vater und Mutter einzunehmen? In welcher Weise können diese formalen Positionen als radikal unabhängig von ihrer heterosexuellen Grundierung gedacht werden?
-        Ist Ödipalität eine Grundsituation oder welchen neuen Sinn muss man ihr in einer veränderten Reproduktionsordnung geben? Ist das Begehren der Subjekte seiner Genese nach notwendig an die zweigeschlechtlich-trianguläre Struktur gebunden?
-        Wie wird das Konzept der symbolischen Ordnung von den fundamentalen Veränderungen in der Reproduktionsordnung berührt und ggf. modifiziert?

Erwartet werden Beiträge, die sich aus sozialwissenschaftlicher, philosophischer, psychoanalytischer, kulturwissenschaftlicher, medizinischer und juristischer Perspektive mit der Analyse und Konzeptualisierung der genannten Aspekte ggf. auch mit ihrer Entwicklung im internationalen Kontext befassen.

Die Zeitschrift feministische studien – Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung Nr. 1/2019 wird 8 bis 10 Beiträge zu diesem Schwerpunkt enthalten, und zwar Aufsätze (bis 40.000 Zeichen) und Diskussionsbeiträge (bis 25.000 Zeichen), die nach einem peer-review-Verfahren ausgewählt werden. Erwünscht sind auch Tagungsberichte sowie Rezensionen oder Sammelrezensionen zu Veröffentlichungen, die sich vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, mit dem Schwerpunkt dieses Heftes beschäftigen.

Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesem Schwerpunktheft zu beteiligen und bitten um Einreichung von abstracts bis zum 15.01.2018. Die ausgewählten Beiträge sollen bis zum September 2018 ausgearbeitet werden. Begutachtung und Überarbeitung der Aufsätze werden bis Februar 2019 abgeschlossen. Das Heft erscheint im Mai 2019.

Herausgeberinnen:
Friederike Kuster, Bergische Universität Wuppertal
Katharina Liebsch, Helmut Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

Kontakt: kuster@uni-wuppertal.de; liebschk@hsu-hh.de

abstracts/ Manuskripte bitte nur senden an: manuskripte@feministische-studien.de

Download des Calls for Paper als pdf

Feministische Studien in der Presse

Zum 30-jährigen Jubiläum

Zum 20-jährigen Jubiläum